Montag, 1. Dezember 2003
wieder daheim.
Hallo, nach einem fantastischen Flug und zwischendrin 10 Stunden Sydney (hat sich gelohnt!) sind wir wieder in heimatlichen Gefilden, gesund, aber noch etwas Jetlag-geplagt. Den Rest der Reise trage ich bald nach und hier sind die versprochenen Fotos:
http://mh.blogger.de/images/Der+Split+Apple+Rock/
http://mh.blogger.de/images/Sonnenuntergang+in+Hokitika/
http://mh.blogger.de/images/Manuel+on+Fox+Glacier.../
http://mh.blogger.de/images/lake_wanaka/
http://mh.blogger.de/images/mirror_lakes/
http://mh.blogger.de/images/remarkables/
http://mh.blogger.de/images/takahe-ralle/
http://mh.blogger.de/images/IMG_0076/
http://mh.blogger.de/images/IMG_0069/
Bis dahin, Manuel

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Sonntag, 16. November 2003
Zwischenbilanz
Liebe Lesende,
Euch ist sicherlich schon aufgefallen, dass ich ein wenig hinterherhaenge. Dies hat zwei Gruende: ich zahle keine 10 NZ$ (= 5 EUR) pro Stunde Internet. So gerne ich Euch auch hab ;-).
Zum zweiten war blogger.de das letze Mal, als ich in Wanaka mit Zeit online war, down. Nur ganz kurz: das Wetter macht mit uns, was es will. Zum zweiten Mal mussten wir unsere Route komplett neu planen (u.a. wurde der Routeburn Track wegen Schneefalls geschlossen) und sind jetzt in Invercargill (Sueden der Suedinsel), von wo wir uns aus langsam aber sicher Richtung Christchurch und Abflug bewegen werden. Die restlichen Reisetage werden nachgetragen, versprochen! Streikt mir schoen brav! Ich denk an Euch, Manuel

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der erste Track / auf den Spuren von Cook und Tasman
...und so sollte es also der "Atene Skyline Track" werden, unsere erste, laut Beschreibung 6-8 Stunden lange Wanderung. Kurzbeschreibung: oberhalb des Flusses Whanganui immer auf den Bergruecken ein grosses, ziemlich ausgebeultes "O" und somit zurueck zum Ausgangspunkt. Wir begannen die Wanderung um 1 Uhr und erlebten alle paar Meter unterschiedlichsten urspruenglichen Wald: Teebaeume, Rotpinien, Farne, etc. Der Bergruecken war teils recht schmal, so dass wir mit atembereubenden Blicken in alle Richtungen belohnt wurden und ja: es schien die Sonne. Glueck gehabt also mit der Entscheidung, nicht auf besseres Wetter am Tongariri gewartet zu haben. Nach 6 Stunden fingen wir an, auf die Uhr zu schauen (Sonnenuntergang: 20 Uhr), um 19 Uhr, immer noch sehr weit oberhalb des Flusses/ der Strasse wurden wir langsam nervoes... um es abzukuerzen: 6 Stunden braucht man nur dann, wenn man keine einzige Pause macht. Wir erreichten unser Auto im Halbdunkel, die gute Stirnlampe hatte ich noch nicht herausgekramt. Ausser uns war niemand auf diesem Track, der aber wunderschoen war.
Der naechste Tag bedeutete den Transfer nach Wellington, eine Stadt, die uns schwer beeindruckte: die Hauptstadt Neuseelands liegt an einer Meerbucht, hat auch richtig mondaenen Charakter, wirkt aber gerade im Gegensatz zu Auckland sehr einladend: es gibt Wege am Hafen entlang, eine kuenstlerisch hochwertige Fussgaengerbruecke in Form eines Schiffes ueber die Hauptverkerhrsstrasse, und die Mischung zwischen Alt und neu ist sehr gelungen. Seit diesem Tag, dem 5.11. kenne ich einen neuen Menschen: Guy Fawkes. Dieser Tag wurde just an jenem Abend gefeiert: viele Kneipen hatten sich Specials ausgedacht und der Hoehepunkt war ein Feuerwerk ueber dem Hafen, wie ich es selbst am 14. Juli in Frankreich ueber dem Eiffelturm nicht gesehen hatte... schwer beeindruckend. Ach ja, warum das Gefeiere? Der gute Mann wollte 1605 das englische Parlament in mitsamt dem Koenig die Luft jagen. Doch der "Gunpowder plot" flog auf, Guz wurde solange gefoltert, bis er seine Komlizen verriet und somit zum Volksheld. Genau wie bei uns Halloween also ein "importierter" Feiertag; war aber ganz nett zuzusehen...
Tags drauf gaben wir unser Auto am Faehrterminal ab und setzten mit "The Interislander" von Wellington nach Picton auf die Suedinsel ueber, wiederum bei wunderschoenem Wetter und kamen im Backpacker "The Villa" an. Dies nutze ich, um das System der Backpacker zu erklaeren: Haeuser verschiedener Groesse vermieten Zimmer, beginnend vom 6-8er Schlafsaal in Stockbetten bis hin zum Doppelbett mit angeschlossener Dusche (Ensuite heisst das hier) fuer wenig Geld an Rucksackreisende. Kennzeichnend auch noch die gemeinsame Kuechennutzung und die Jugendliche Atmosphaere. "The Villa" nun bietet darueber hinaus einen kostenlosen Whirlpool im Freien sowie ein kostenloses Fruehstueck und ist absolut zu empfehlen. Man lernt prima Reisende aus den ganzen Welt sowie den sich auf der Suche nach einer Frau befindlichen Maori aus der Pictoner Autowerkstatt kennen und erfaehrt die heissesten Tipps von Leuten, die bereits die Strecke bereisten, die man noch vor sich hat... Die Reise in der Faehre ging ueber die Meerenge der Cook Strasse. Der zweite wichtige Entdecker Neuseelands war Abel Tasman, nach dem der Nationalpark im Nordwesten der Suedinsel benannt ist. Fuer zwei Tage machten wir hier nach einer wunderbaren Fahrt ueber die Kuestenstrasse Queen Charlotte Drive Station und nutzten das nach wie vor wunderbare Wetter zum Kajaken im Meer sowie zum Wandern auf dem Abel Tasman Treck (dort begegnet man deutlich mehr Wanderern...). Danke fuer den Tipp, Kirsten, wir waren begeistert, bis auf... die Sandfliegen! Laestige, winzige schwarze Biester, nicht groesser als unsere Obstfliegen, hatten mich zum Lieblingsobjekt erkoren und bedeckten freie Haut mit anschwellenden Stichbeulen. So schnell konnte ich mich gar nicht mit "Insect Repellent" eincremen... danach war Ruh!

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Montag, 3. November 2003
Schnee und Spargel...
Auf dem Tongariro liegt Schnee. Das ist nichts besonderes, aber in diesen Tagen wanderte die Schneegrenze so tief, dass man "Neuseelands schoenste Ein-Tages-Wanderung" nur mit Steigeisen beschreiten kann. Und dazu vor lauter Wolken keinen der drei (teils aktiven) Vulkane Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe zu sehen, das beschlossen wir uns zu sparen. Statt dessen fuhren wir von Taupo (am gleichnamigen, groessten See der suedlichen Hemisphaere) direkt ueber eine wunderbare Gebirgsstrasse nach Wanganui. Hier konnte ich unter anderem sehen, wie die Palme in unserem Wohnzimmer (danke Markus fuer's Giessen :-) in natura aussieht: ein dicker Stamm, Blueten und Fruchtstaende in mehreren Meter Hoehe. Das Tal war interessant: bis zu den hoechsten Hoehen waren die Berge von saemtlichen Baeumen befreit und wurden von Hochgebirgsschafen und -rindern beweidet. Oder aber es gab Extrem-Forstwirtschaft. Nur in den Landschaftsparks gibt es "natuerlichen" Baumbewuschs...
Kurz ein paar Worte zu Neuseelands Strassen: selbst die Staats-Highways haben meist nur eine Spur und erreichen kaum unser Bundesstrassen-Niveau. Sie sind teils extrem kurvenreich, dabei aber wunderbar zu fahren, weil vor jeder auch nur etwas aussergewoehnlicheren Kurve ein Schild steht, auf dem einerseits detailgenau der Kurvenverlauf (das deutsche Einheits-schild fuer "scharfe Kurve" ist nix dagegen) sowie die empfohlene Geschwindigkeit (bis zu 25 hatte ich schon) notiert sind. So macht auch Serpentinenfahren Spass!
In Taupo war ich Fischen, genauer: Angeln. Nein, ich habe nichts gefangen ausser einen Haufen Seetang, aber es war eine Erfahrung wert... wir hatten Glueck und es war in dieser Zeit auch wunderbar sonnig. Beim Aufbruch heute in Taupo konnten wir im Woolworth-Supermarkt dem gruenen Spargel nicht widerstehen und so gab es heute zu "mittag" Spargel mit Kartoffeln und Rhabarber, alles frisch! Hier im Tamara's Backpackers in Wanganui gefaellt uns es so gut, dass wir erst am 5. nach Wellington aufbrechen werden - am 6. geht dann unsere Faehre in Richtung Suedinsel. Wanganui hat etwas New-Orleans-haftes: der Fluss ist zwar nicht ganz so breit wie der Mississippi, aber mindestens so schlammig, einen Schaufelraddampfer gibt es und Haeuser mit Ornament-Balkonen auch. Morgen machen wir einen Rundweg im Wanganui-Tal und werden dabei auch die Bridge to Nowhere sehen... wir wollen aber wieder zurueckkommen! Bis bald & viele Gruesse, Manuel

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