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Sonntag, 16. November 2003
Zwischenbilanz
heinrich, 11:46h
Liebe Lesende,
Euch ist sicherlich schon aufgefallen, dass ich ein wenig hinterherhaenge. Dies hat zwei Gruende: ich zahle keine 10 NZ$ (= 5 EUR) pro Stunde Internet. So gerne ich Euch auch hab ;-).
Zum zweiten war blogger.de das letze Mal, als ich in Wanaka mit Zeit online war, down. Nur ganz kurz: das Wetter macht mit uns, was es will. Zum zweiten Mal mussten wir unsere Route komplett neu planen (u.a. wurde der Routeburn Track wegen Schneefalls geschlossen) und sind jetzt in Invercargill (Sueden der Suedinsel), von wo wir uns aus langsam aber sicher Richtung Christchurch und Abflug bewegen werden. Die restlichen Reisetage werden nachgetragen, versprochen! Streikt mir schoen brav! Ich denk an Euch, Manuel
Euch ist sicherlich schon aufgefallen, dass ich ein wenig hinterherhaenge. Dies hat zwei Gruende: ich zahle keine 10 NZ$ (= 5 EUR) pro Stunde Internet. So gerne ich Euch auch hab ;-).
Zum zweiten war blogger.de das letze Mal, als ich in Wanaka mit Zeit online war, down. Nur ganz kurz: das Wetter macht mit uns, was es will. Zum zweiten Mal mussten wir unsere Route komplett neu planen (u.a. wurde der Routeburn Track wegen Schneefalls geschlossen) und sind jetzt in Invercargill (Sueden der Suedinsel), von wo wir uns aus langsam aber sicher Richtung Christchurch und Abflug bewegen werden. Die restlichen Reisetage werden nachgetragen, versprochen! Streikt mir schoen brav! Ich denk an Euch, Manuel
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der erste Track / auf den Spuren von Cook und Tasman
heinrich, 11:36h
...und so sollte es also der "Atene Skyline Track" werden, unsere erste, laut Beschreibung 6-8 Stunden lange Wanderung. Kurzbeschreibung: oberhalb des Flusses Whanganui immer auf den Bergruecken ein grosses, ziemlich ausgebeultes "O" und somit zurueck zum Ausgangspunkt. Wir begannen die Wanderung um 1 Uhr und erlebten alle paar Meter unterschiedlichsten urspruenglichen Wald: Teebaeume, Rotpinien, Farne, etc. Der Bergruecken war teils recht schmal, so dass wir mit atembereubenden Blicken in alle Richtungen belohnt wurden und ja: es schien die Sonne. Glueck gehabt also mit der Entscheidung, nicht auf besseres Wetter am Tongariri gewartet zu haben. Nach 6 Stunden fingen wir an, auf die Uhr zu schauen (Sonnenuntergang: 20 Uhr), um 19 Uhr, immer noch sehr weit oberhalb des Flusses/ der Strasse wurden wir langsam nervoes... um es abzukuerzen: 6 Stunden braucht man nur dann, wenn man keine einzige Pause macht. Wir erreichten unser Auto im Halbdunkel, die gute Stirnlampe hatte ich noch nicht herausgekramt. Ausser uns war niemand auf diesem Track, der aber wunderschoen war.
Der naechste Tag bedeutete den Transfer nach Wellington, eine Stadt, die uns schwer beeindruckte: die Hauptstadt Neuseelands liegt an einer Meerbucht, hat auch richtig mondaenen Charakter, wirkt aber gerade im Gegensatz zu Auckland sehr einladend: es gibt Wege am Hafen entlang, eine kuenstlerisch hochwertige Fussgaengerbruecke in Form eines Schiffes ueber die Hauptverkerhrsstrasse, und die Mischung zwischen Alt und neu ist sehr gelungen. Seit diesem Tag, dem 5.11. kenne ich einen neuen Menschen: Guy Fawkes. Dieser Tag wurde just an jenem Abend gefeiert: viele Kneipen hatten sich Specials ausgedacht und der Hoehepunkt war ein Feuerwerk ueber dem Hafen, wie ich es selbst am 14. Juli in Frankreich ueber dem Eiffelturm nicht gesehen hatte... schwer beeindruckend. Ach ja, warum das Gefeiere? Der gute Mann wollte 1605 das englische Parlament in mitsamt dem Koenig die Luft jagen. Doch der "Gunpowder plot" flog auf, Guz wurde solange gefoltert, bis er seine Komlizen verriet und somit zum Volksheld. Genau wie bei uns Halloween also ein "importierter" Feiertag; war aber ganz nett zuzusehen...
Tags drauf gaben wir unser Auto am Faehrterminal ab und setzten mit "The Interislander" von Wellington nach Picton auf die Suedinsel ueber, wiederum bei wunderschoenem Wetter und kamen im Backpacker "The Villa" an. Dies nutze ich, um das System der Backpacker zu erklaeren: Haeuser verschiedener Groesse vermieten Zimmer, beginnend vom 6-8er Schlafsaal in Stockbetten bis hin zum Doppelbett mit angeschlossener Dusche (Ensuite heisst das hier) fuer wenig Geld an Rucksackreisende. Kennzeichnend auch noch die gemeinsame Kuechennutzung und die Jugendliche Atmosphaere. "The Villa" nun bietet darueber hinaus einen kostenlosen Whirlpool im Freien sowie ein kostenloses Fruehstueck und ist absolut zu empfehlen. Man lernt prima Reisende aus den ganzen Welt sowie den sich auf der Suche nach einer Frau befindlichen Maori aus der Pictoner Autowerkstatt kennen und erfaehrt die heissesten Tipps von Leuten, die bereits die Strecke bereisten, die man noch vor sich hat... Die Reise in der Faehre ging ueber die Meerenge der Cook Strasse. Der zweite wichtige Entdecker Neuseelands war Abel Tasman, nach dem der Nationalpark im Nordwesten der Suedinsel benannt ist. Fuer zwei Tage machten wir hier nach einer wunderbaren Fahrt ueber die Kuestenstrasse Queen Charlotte Drive Station und nutzten das nach wie vor wunderbare Wetter zum Kajaken im Meer sowie zum Wandern auf dem Abel Tasman Treck (dort begegnet man deutlich mehr Wanderern...). Danke fuer den Tipp, Kirsten, wir waren begeistert, bis auf... die Sandfliegen! Laestige, winzige schwarze Biester, nicht groesser als unsere Obstfliegen, hatten mich zum Lieblingsobjekt erkoren und bedeckten freie Haut mit anschwellenden Stichbeulen. So schnell konnte ich mich gar nicht mit "Insect Repellent" eincremen... danach war Ruh!
Der naechste Tag bedeutete den Transfer nach Wellington, eine Stadt, die uns schwer beeindruckte: die Hauptstadt Neuseelands liegt an einer Meerbucht, hat auch richtig mondaenen Charakter, wirkt aber gerade im Gegensatz zu Auckland sehr einladend: es gibt Wege am Hafen entlang, eine kuenstlerisch hochwertige Fussgaengerbruecke in Form eines Schiffes ueber die Hauptverkerhrsstrasse, und die Mischung zwischen Alt und neu ist sehr gelungen. Seit diesem Tag, dem 5.11. kenne ich einen neuen Menschen: Guy Fawkes. Dieser Tag wurde just an jenem Abend gefeiert: viele Kneipen hatten sich Specials ausgedacht und der Hoehepunkt war ein Feuerwerk ueber dem Hafen, wie ich es selbst am 14. Juli in Frankreich ueber dem Eiffelturm nicht gesehen hatte... schwer beeindruckend. Ach ja, warum das Gefeiere? Der gute Mann wollte 1605 das englische Parlament in mitsamt dem Koenig die Luft jagen. Doch der "Gunpowder plot" flog auf, Guz wurde solange gefoltert, bis er seine Komlizen verriet und somit zum Volksheld. Genau wie bei uns Halloween also ein "importierter" Feiertag; war aber ganz nett zuzusehen...
Tags drauf gaben wir unser Auto am Faehrterminal ab und setzten mit "The Interislander" von Wellington nach Picton auf die Suedinsel ueber, wiederum bei wunderschoenem Wetter und kamen im Backpacker "The Villa" an. Dies nutze ich, um das System der Backpacker zu erklaeren: Haeuser verschiedener Groesse vermieten Zimmer, beginnend vom 6-8er Schlafsaal in Stockbetten bis hin zum Doppelbett mit angeschlossener Dusche (Ensuite heisst das hier) fuer wenig Geld an Rucksackreisende. Kennzeichnend auch noch die gemeinsame Kuechennutzung und die Jugendliche Atmosphaere. "The Villa" nun bietet darueber hinaus einen kostenlosen Whirlpool im Freien sowie ein kostenloses Fruehstueck und ist absolut zu empfehlen. Man lernt prima Reisende aus den ganzen Welt sowie den sich auf der Suche nach einer Frau befindlichen Maori aus der Pictoner Autowerkstatt kennen und erfaehrt die heissesten Tipps von Leuten, die bereits die Strecke bereisten, die man noch vor sich hat... Die Reise in der Faehre ging ueber die Meerenge der Cook Strasse. Der zweite wichtige Entdecker Neuseelands war Abel Tasman, nach dem der Nationalpark im Nordwesten der Suedinsel benannt ist. Fuer zwei Tage machten wir hier nach einer wunderbaren Fahrt ueber die Kuestenstrasse Queen Charlotte Drive Station und nutzten das nach wie vor wunderbare Wetter zum Kajaken im Meer sowie zum Wandern auf dem Abel Tasman Treck (dort begegnet man deutlich mehr Wanderern...). Danke fuer den Tipp, Kirsten, wir waren begeistert, bis auf... die Sandfliegen! Laestige, winzige schwarze Biester, nicht groesser als unsere Obstfliegen, hatten mich zum Lieblingsobjekt erkoren und bedeckten freie Haut mit anschwellenden Stichbeulen. So schnell konnte ich mich gar nicht mit "Insect Repellent" eincremen... danach war Ruh!
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